Gute Bildung und Betreuung – das geht nicht ohne Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe

Der Berliner Beirat für Familienfragen empfiehlt in seiner aktuellen Stellungnahme die Sozial- und Erziehungsberufe durch bessere Bezahlung aufzuwerten.

Ob Erzieherin, Jugendsozialarbeiter oder Sozialassistentin – die Anforderungen an die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Dass Kitas Bildungseinrichtungen sind und ein Bildungsprogramm absolvieren, ist inzwischen anerkannt und wird auch von den Eltern und der Gesellschaft eingefordert. Der Fachkräftemangel ist jetzt schon groß und könnte noch zunehmen.

Der Berliner Beirat für Familienfragen hat sich auf seiner letzten Sitzung mit dem künftigen Fachkräftebedarf in der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt.

Karlheinz Nolte, Vorsitzender des Berliner Beirats für Familienfragen: „Die Stadt wächst und in den kommenden Jahren ist weiterhin mit steigenden Kinderzahlen zu rechnen. Die Bildungs-, Erziehungs- und Unterstützungsangebote müssen dementsprechend auch ausgebaut werden. Wir sehen, dass der Senat viel für die Fachkräftegewinnung und -haltung unternimmt, dennoch hält der Fachkräftemangel an. Die Qualität der Arbeit in den Kitas, Jugendhilfeeinrichtungen und Jugendämtern darf darunter nicht weiter leiden. Deshalb spricht sich der Familienbeirat für eine gesellschaftliche Aufwertung und eine bessere Bezahlung der Fachkräfte in den Sozial- und Erziehungsberufen aus.“

Die aktuellen Tarifverhandlungen bieten die Chance die  Tätigkeitsbeschreibungen und die Bezahlung der Beschäftigten an die gestiegenen Arbeitsanforderungen anzupassen.

Die Stellungnahme steht unter www.familienbeirat-berlin.de zum Download bereit.

Januar 2019